Montag, 2. Mai 2011

Laserpointer als Waffe im Fußball-Stadion

Die vergangenen Wochen haben zu einer Renaissance der Laserpointer geführt. Sowohl bei den Spielen Real Madrid gegen Barcelona, als auch in den heimischen Fußball-Stadien wurden Laserpointer zweckentfremdet.

Jüngstes Beispiel dafür: der Einsatz des gefährlichen Spielzeugs beim Match Rapid gegen Salzburg. Sogenannte Fußballfans versuchen so die Spieler der gegnerischen Mannschaft zu stören. Einziges Problem dabei, bereits ein Laser der Klasse 2 kann zu vorübergehenden oder gar bleibenden Schäden der Netzhaut führen. Damit hört sich der Spaß auf!

Das sind keine Fans
Wenn es um das Augenlicht und die Sehkraft der Sportler geht, gilt es eine klare Grenze zu ziehen. In jüngster Vergangenheit wurde das Werfen von Gegenständen auf das Spielfeld in vielen Medien thematisiert. Wenn Spieler oder Offizielle von „Geschossen“ getroffen werden, dann ist das klar zu verurteilen. Aber es gilt auch festzuhalten, dass diese Würfe oft aus der Situation heraus passieren. Ein Fehlpfiff des Schiedsrichters und schon fliegt, vor lauter Zorn, der halb geleerte Bierbecher. Falsch, aber eine Handlung aus dem Affekt.

Jene Fan-Idioten, die aber schon mit der Absicht ins Stadion gehen, dem Gegner physischen Schaden zuzufügen, oder dies zumindest in Kauf nehmen, sind auf eine ganz andere Ebene zu stellen. Sie sollten noch im Fanblock zur Rede gestellt werden. Denn eine solche „Unterstützung“ braucht kein Verein!

Sonntag, 23. Januar 2011

Kritik nach Grugger-Sturz

Das Wichtigste zuerst: Hans Gruggers Zustand ist stabil. Nach seinem schweren Sturz befindet sich der Salzburger im künstlichen Tiefschlaf.

Nach dem Crash des 29-Jährigen hätten sich viele eine schnelle Reaktion der Verantwortlichen erwartet. Der Sprung, der Grugger zum Verhängnis geworden ist, wurde jedoch beinahe unverändert belassen. Das verursachte Kopfschütteln bei vielen Fahrern. Der Gesamtweltcup-Führende Ivica Kostelic fand klare Worte und kritisierte die FIS. Seiner Meinung nach hat der Skiverband die Gesundheit der Athleten aufs Spiel gesetzt.

FIS kündigt Konsequenzen an
Als Folge hat die FIS mögliche Strafen gegen den Kroaten angekündigt. Dabei sollten sich die Verantwortlichen lieber mit der Aufarbeitung der Geschehnisse beschäftigen. Keine Frage, der Abfahrtssport ist gefährlich und diese Gefahr kann man nicht ausschalten. Ohne Zweifel ist es wohl auch genau jener Kitzel, der viele Zuseher vor den Fernseher oder direkt an die Stecke lockt. Trotzdem sind es die Abfahrer die Woche für Woche ihr Leben aufs Spiel setzten. Dafür sollte ihnen auch ein gewisses Mitspracherecht eingeräumt werden. Und das nicht erst bei einer Tage später stattfindenden Sitzung, sondern direkt nach so schwerwiegenden Zwischenfällen.

Zum Glück hat es an diesem Kitzbühel-Wochenende nur einen weiteren Fahrer etwas schwerer erwischt. Der Südtiroler Klotz kam mit einer Gehirnerschütterung und einem gebrochenen Arm davon.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Grugger in Kitzbühel schwer gestürzt

Hans Grugger hat sich bei einem fürchterlichen Sturz in Kitzbühel schwer verletzt. Beim Abfahrtstraining auf der berühmt-berüchtigten Streif geschah das Unglück. Der 29-jährige Salzburger timte den Sprung in die Mausefalle falsch, segelte unkontrolliert durch die Luft und schlug hart mit dem Kopf auf die pickelharte Piste.

Grugger blieb reglos liegen und wurde am Streckenrand erstversorgt. Nach der Bergung mit dem Notarzt-Hubschrauber wird der Speedspezialist zur Zeit in der Innsbrucker Uniklinik notoperiert. Eine erste Diagnose deutet auf schwere Kopfverletzungen.

Der Abfahrtswahnsinn
Nach diesem Sturz ist ein erneutes Aufflammen der Diskussionen um den Abfahrtssport unausweichlich. Sind Abfahrten mit 150, 160 km/h tatsächlich notwendig? Müssen die Sprünge Jahr für Jahr weiter gehen und spektakulärer werden, oder ist ein schnelles Umdenken von Nöten?

Gruggers Teamkollegen zeigten sich nach dem Sturz ihres Freundes erschüttert.
Die Athleten im O-Ton im ORF:
Georg Streitberger: „Den Sturz habe ich nicht gesehen. Das wäre nicht gut, denn ich muss noch einmal hinunterfahren.“
Mario Scheiber: „Ich habe den Sturz genau gesehen. Das hemmt. Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin!“
Michael Walchhofer: „Man fragt sich schon: Warum tue ich mir das überhaupt an?“

Aktuelle Infos:
ORF-Sport
Laola1.at

Samstag, 1. Januar 2011

Farce beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

Das traditionelle Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde diesmal vom Wind verweht. In nur einem Durchgang fiel eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Bei irregulären Bedingungen krönte sich der Schweizer Ammann zum glücklichen Sieger.

Leider haben es die Verantwortlichen verabsäumt Rückgrat zu zeigen und den Bewerb abzubrechen. Unverantwortlich, da damit die Gesundheit der Athleten gefährdet wurde. Zudem ist die Gesamtwertung der Vierschanzentournee durch dieses sportlich beinahe wertlose Springen über den Haufen geworfen worden. Mitfavoriten wie Hautamäki und Kofler wurden jeglicher Siegchance beraubt.

Schade, denn mit diesen Entscheidungen hat man dem Skisprung-Sport sicherlich keinen Gefallen getan.


Link zur FIS-Skisprung-Page


Autor: Stefan Berger
Kontakt: stefanberger2011@live.de